Break Fast Jam Finals

Hey ihr da draußen!

Am 19.11.2016 war es endlich soweit! Die lang ersehnten Break Fast Jam Finals fanden auf dem YMCA Gelände in Kampala statt.

Nach den Eliminations, die bereits in Nairobi stattfanden, waren die Finals an diesem Wochenende einfach eine ganz andere Welt. Ich kenne das ja selbst von den Meisterschaften, aber das Break Fast Jam ist eben nochmal was ganz anderes.
Hier treffen Leidenschaft und jahrelanges Training auf Selbstbewusstsein, Einzigartigkeit und Gemeinschafsgefühl.

Der Samstag begann mit den Crew Battles. Eine Crew besteht aus drei Tänzern, wobei sowohl gemeinsame Choreografie getanzt wurde, als auch jeder einzelne, der einen Freestyle Auftritt hinlegte. Im Finale trafen sich die BPUler wieder. Die Liebe und der Spaß Faktor zwischen den beiden Crews war spürbar und unübersehbar.

Das One on One Battle gewann Erick Summer. Durch seine Einzigartigkeit und seine Moves hat er sich den Sieg mehr als verdient –und das ein zweites Mal! Leider konnte Bboy Lee, der in Kenia gewonnen hatte aus beruflichen Gründen nicht am Battle teilnehmen. Super schade, denn das hätte ein vergessliches Battle werden können.

Das 7 to Smoke Battle gewann ein Tänzer aus Ruanda, bei dem man gemerkt hat, dass er alles gegeben hat und somit besser als die anderen war. In diesem Battle treten acht Tänzer an, sieben gegen einen. Der Gewinner von einem One on One Battle bleibt alleine auf der einen Seite und muss versuchen so lange wie möglich dort zu bleiben und die anderen zu schlagen. Wer am Ende, nach 25 Minuten, die meisten Punkte hat, gewinnt.

Das BGirl Battle endete mit BGirl Jojo und BGirl Key im Finale, wobei nach einem Unentschieden BGirl Jojo das Rennen machte.

Außerdem gab es noch ein Kids Battle und ein Fun Battle zwischen Uganda und Tansania.

Was mir persönlich gefallen hat war, den Spirit von Uganda und die Loyalität der Tänzer untereinander zu sehen. Egal woher du kommst, du unterstützt die eigenen Leute, aber auch die anderen. Ich habe viele neue Leute aus ganz Ostafrika kennengelernt. Eine super coole Crew aus Tansania, Tänzer aus Masaka und die meisten anderen kannte ich schon aus Nairobi und Mbale.

Um das Wochenende ausklingen zu lassen, gingen wir dann noch tanzen und genossen den Abend.

Videos folgen!

 

Ganz viele liebe Grüße, Christina!

Sometimes it’s about the little things

Hey ihr da draußen!

In der letzten Zeit ging es sowohl bei EWAKA als auch bei uns zu Hause kunterbunt zu.

Von Sachspenden, die ich mitgebracht habe, über den Friseur spielen, gab es es viele lustige Dinge, die wir gemacht haben.

Eins der Wochenenden in Kampala hat auch die liebe Anna gut beschrieben, lest hier nach wie es war und wie wir der Anna zu Hause selbst eine Infusion geben mussten!

-> http://annauganda.jimdo.com/2016/11/14/back-to-kampala-und-kleines-arztpraktikum/

Bilder sagen mehr als Worte, also durstöbert mal die Gallerie!

 

Ganz viele liebe Grüße, Christina!

Lange Funkstille

Hey ihr da draußen!

In letzter Zeit gab es meinerseits leider nicht so viele Beiträge, da ich sehr oft krank war. Vielleicht auch einfach noch immer nicht gesund bin und mich nicht zu 100% fit fühle. Auf jeden Fall geht es mir schon besser, aber zwischendurch gibt es noch ein paar dunkle Tage…

Vor ca. einem Monat als ich eigentlich das Wochenende in Kampala verbringen wollte, wachte ich morgens in Tessi’s Bett auf und bekam kaum Luft. Erst hab ich etwas getrunken und darauf gewartet, dass es besser wird. Allerdings war das nicht der Fall und sämtliche andere Schmerzen kamen dazu. Ich quälte mich aus dem Bett und riss den armen Jonas um acht Uhr morgens aus seinen Träumen, damit er mich mit seinem brandneuen Boda zum Krankenhaus fahren konnte. Ohne zu zögern machte er sich fertig und ab ging es ins International Hospital. Eine Fahrt voller Schlaglöcher verbesserte meinen Zustand nicht gerade.

Dort angekommen begegnete mir ein Stück Europa. Ein riesiges Gebäude, ganz schick und organisiert. Trotz dem leeren Wartezimmer verbrachte ich bestimmt drei Stunden damit auf meine Testergebnisse der Blutabnahme zu warten und schlief ein wenig auf der Couch.

Als ich aufgerufen wurde, verkündete mir der Arzt, dass ich Bilharziose habe.

 

Kurze Aufklärung: Der Begriff Bilharziose bezeichnet eine Wurmerkrankung, die sowohl beim Menschen als auch bei Tieren auftreten kann. Verantwortlich dafür sind verschiedene Arten von Parasiten aus der Gruppe der Saugwürmer. Besonders verbreitet sind die Erreger in Afrika: Hier sterben etwa 15.000 Menschen jährlich durch Bilharziose.

Die ersten Symptome treten schon nach wenigen Stunden auf, nachdem die ursächlichen Würmer als Larven durch die Haut in den menschlichen Körper eingedrungen sind: Es entsteht die sogenannte Schwimmdermatitis. Sie ist dadurch gekennzeichnet, dass die Eintrittsstelle stark juckt und sich ein Hautausschlag ausbildet. In manchen Fällen tritt zudem hohes Fieber auf. In den meisten Fällen treten diese ersten Symptome jedoch innerhalb von zwei Wochen wieder ab.

Im Anschluss an die ersten Beschwerden kann sich als Folge der ersten Eiablage das Katayama-Fieber entwickeln. Typisch für diese akute Bilharziose sind folgende Symptome: Schüttelfrost, Fieber, Husten, Kopfschmerzen, Lymphknotenschwellung und vieles mehr.

 Unbehandelt geht die Bilharziose in eine chronische Infektion über.

 

Ich bekam gefühlt hundert verschiedene Antibiotika und war um 290.000UGX (ca. 76€) ärmer als vorher. Juhu!

Hört sich ganz schön krass und ekelhaft an oder? Schon allein die Vorstellung, dass irgendwelche kleinen Tierchen in meinem Körper rumschwirren… Bahh! Somit ging es mir nach der Infizierung noch länger schlecht. Nicht durchgängig, aber immer mal wieder. Die ersten paar Tage nach dem Krankenhausbesuch ging es mir so schlecht, dass ich nicht im Stande war irgendetwas zu machen, geschweige denn das Bett zu verlassen. Es war schon ein anstrengender Akt wieder nach Hause nach Jinja zu fahren, weil einem bei so einer Matatu Fahrt doch sehr schnell schlecht werden kann, womit ich auch zu kämpfen hatte.

Da wir allerdings schon öfter mit den Kindern im Nil schwimmen waren, war es sowieso nur noch eine Frage der Zeit bis einer von uns Bilharziose bekommt. Natürlich trifft es mich wie immer als erste.

Kurze Zeit später, ca. vor zwei Wochen habe ich mir dann zum zweiten Mal eine bakterielle Infektion eingefangen, vielleicht auch Typhus. Das konnte mir der verwirrte Arzt allerdings nicht ganz sicher sagen. Super…

 

Oh man! Jetzt wisst ihr auf jeden Fall, was bei mir in den letzten Wochen so gesundheitsmäßig abgegangen ist und warum es nichts neues zu lesen für euch gab.

 

Ganz viele liebe Grüße, Christina!

Geburtstagstrip & die Patenfamilie zu Besuch

Hey ihr da draußen!

Meine kleine süße Anna feierte am Samstag zusammen mit Tessa und mir ihren Geburtstag. Natürlich war mir gleich klar, was als Geschenk infrage kommt: KUCHEN!

Somit machte ich mich undercover auf die Suche nach einer Lady, die leckeren und schönen Kuchen backen kann. Mithilfe von Siraji wurde ich dann fündig und bestellte eine Schoko-Torte mit Cookies von innen und oben drauf. Traumhaft.

Den Freitagabend verbrachten Fiona, Yannick, Tessa, Anna, ich und Meret im Flavours. Bei Live Musik und der Open Mic Night ließen Yannick und ich uns das Essen schmecken und genossen den Abend.
Etwas verfrüht bekam Anna ein Geburtstagsständchen von der Sängerin, während ich den Kuchen in Empfang nahm und ihn ganz schnell hinter der Theke verschwinden ließ.

Nach ganz viel Gequatsche hieß es leider um kurz nach 23 Uhr, das Flavours schließt. Spaßverderber!

Den Yannick schickte ich ganz schnell mit dem Kuchen im Schlepptau nach Hause und wir Mädels nahmen uns etwas später zwei Bodas zusammen. Zu Hause angekommen war es dann auch Zeit für die Glückwünsche. Ich packte die Torte aus und Annas Augen begannen zu strahlen. YES!

Am darauf folgenden Morgen machten wir uns auf zur Boda Stage. Unser liebster Boda Fahrer war so begeistert, als wir ihn fragten, ob wir das Boda für einen ganzen Tag ausleihen dürfen, dass er uns bis heute noch oft fragt, ob wir nicht wieder Lust haben zu fahren.

Für uns drei, Anna, Tessi und mich ging es einfach Richtung Wasser. Ohne genauen Plan fuhren wir los, wobei ich am Steuer saß, da sich keiner zutraute in dem afrikanischen Verkehr klarzukommen.

Erst einmal losgefahren, fühlte es sich einfach unglaublich frei an. Der Wind wehte einem durch die Haare und man war der Lacher schlechthin. Alle haben uns angestarrt. Als ob es nicht ungewöhnlich genug wäre, eine Frau am Steuer zu sehen, waren wir auch noch drei und dann noch weiss!

Vom Lake Bounty, über den Viktoria See, bis hin zum Nil trieb es uns an diesem schönen sonnigen Tag. Der Sonnenbrand blieb an diesem Tag natürlich nicht aus!

Nach ganz viel Sonnenbaden und Herumfahrerei machten wir uns auf den Weg zu Moti Mahal. Unser Lieblingsinder, bei dem man für umgerechnet knapp fünf Euro All-You-Can-Eat essen konnte. So rundeten wir unseren Tag ab und aßen auch die Reste vom Kuchen noch auf!

Den Sonntag verbrachten wir mit der Patenfamilie von ein paar Kindern aus EWAKA. Erst ging es zum Minigolf, bewaffnet mit Soda und Chapati natürlich.

Im Anschluß gab es noch Lunch im Nile River Explorers zusammen mit der Familie. Nach ganzen vielen Stunden voller interessanter Unterhaltungen ging es auch für uns nach Hause, da Tessa leider wieder nach Kampala zurück musste.

 

Ein super schönes Wochenende mit viel Spaß und Quatsch!

 

Viele liebe Grüße, Christina! ♥

Dance for Peace

Hey ihr da draußen!

Vor lauter Veranstaltungen, die uns rund um die Uhr bis in die entferntesten Städte treiben, hab ich ganz vergessen euch von DANCE FOR PEACE zu berichten.

Ein Tanzevent für den guten Zweck mit Workshops und anschließendem Battle, wo auch mal ein 15-jähriger Bboy namens Paul Kid, die Großen beim 7 to Smoke schlägt.

Am besten schaut ihr euch einfach die Fotos an, denn manchmal sprechen diese mehr als Worte.

Viele liebe Grüße, Christina!

Nyabo, tugende!

Hey ihr da draußen!

Am letzten Wochenende hieß es für Yannick und mich: LET’S GO TO KENYA!

Ca. 11 Stunden dauerte es uns, über die Grenze zu fahren und in Kenia anzukommen. Eine Fahrt mit geschlagenen zwei Stunden Schlaf, da der liebe Fahadhi vor lauter Aufregung nicht schlafen konnte und mich auch wach halten musste.

Dort angekommen machten B-Girl Key und ich uns auf den Weg, um gefühlt 100 Sachen zu erledigen. Erst ging es zu ihrer Verwandtschaft. Leckeres Frühstück und African Tea warteten dort auf uns, dabei gab es noch ein paar lustige und interessante Geschichten zu hören. Im Anschluss ging es ans Geld wechseln (100.000 UGX ensprachen zu dem Zeitpunkt 2.800 Ksh), Sachen abholen und und und.

Abends stand für die Tänzer ein Interview und eine Perfomance bei NTV Kenya an. Alles verlief in African Time, mehr als fünf Stunden dauerte es, bis alle wirklich vor der Kamera standen. Als es dann soweit war, hat es alles super viel Spaß gemacht und es war echt ein Erlebnis. Im Gegensatz zu den Fernsehsendungen in Deutschland verlief in Kenia alles ganz locker, keiner musste seinen Ausweis vorzeigen oder generell jeglicher Förmlichkeit nachgehen. Leider gewannen beim Online-Ranking die Kenya B-Boys, aber jeder von uns wusste, dass die Leute die gevotet haben, keine Ahnung haben mussten. Unsere Dancer waren einfach nur DOPE.

Den großen Tag der Break-Fast Jam Eliminations trat ich endlich mal wieder ausgeschlafen an. Mit dem Bus ging es in Richtung erste Tanzveranstaltung, da es an diesem Tag nicht nur eine gab, sondern gleich zwei. Anstatt eine daraus zu machen, wollten die Tänzer aus Kenia unbedingt ein eigenes Event veranstalten.

Viel zu viel bezahlten wir für das Boda zum National Theater, was gar nicht mal so weit entfernt war. Los ging das BREAK-FAST JAM. Zumindest war es so geplant. Aber wie ihr sicherlich schon gemerkt habt, ist das hier in Uganda nicht immer so erfolgreich mit der Planung und Organisation.
Mit ca. drei Stunden Verspätung fing das Event an, alles nur da uns der Schlüssel erst so spät übergeben wurde. Das andere Problem war, dass mehrere Sachen zur selben Zeit gebucht wurden, bzw. einfach überlappend. Somit mussten wir aus der Halle raus.

Improvisation war gefragt.

Alles wurde mit den Worten: „Hip Hop started on the streets!“ nach draußen verschoben. Der riesige Sticker durfte nicht fehlen und kam natürlich mit. Schnell wurde gefegt und alle Lichter angemacht, um problemlos die Battles fortzusetzen.

Leider hat der Prozess der Improvisation so lange gedauert, dass viele Tänzer in der Zeit des Wartens schon nach Hause gegangen sind.

Die One on One Battles verliefen einfach super krass. Teilweise mussten Mitglieder aus derselben Crew gegeneinander antreten, da es nur einen geben konnte, der Kenia im November bei den Finals vertreten kann. Wenn man in einer Crew tanzt und wirklich jeden Schritt und den Style des anderen so gut kennt wie die eigenen, ist das Battle einfach nur traumhaft.

Im Finale standen sich Bboy Lee und Bboy Ommy gegenüber. Das Battle war einfach nur… dafür habe ich einfach keine Worte. Man hat gemerkt, dass die beiden mit voller Leidenschaft tanzen und wirklich dafür leben. Sie hatten die Tanzmoves so gut drauf, dass die Entscheidung sehr knapp und ebenso schwer war. Letztendlich gewann Bboy Lee und tritt somit im November für Kenia an, was zu viel Ärger führte.
Aber ob er nun die Kenianer in Kenia bei den Eliminations schlägt oder bei den Finals in Uganda, besser ist nunmal besser.

An unserem letzten Tag ging es mit einem der verrückten großen Busse ins Stadtzentrum, um eine Promo Video aufzunehmen.
Die Busse sind auch so eine Sache für sich. Alle mit Graffiti besprücht, von innen in allen möglichen Farben gestrichen und mit hunderten verschiedenen Stickern beklebt. Das Beste (manchmal aber auch das Schlimmste) an diesen Bussen war die Musik. Aus allen Lautsprechern dröhnte die Musik aus aller Welt und zu jeder Zeit des Tages. Wenn man Pech hat, dann sitzt man gleich neben einem und hört seine eigenen Worte nicht mehr.

Während des Wochenendes ist mir öfter aufgefallen, dass auf viele Kenianer einfach kein Verlass ist. Wir verbrachten unseren letzten Tag damit, auf die Tänzer zu warten, die letztendlich nicht auftauchten. Wir drehten Däumchen und machten die ganze Zeit nur Quatsch.

Im Großen und Ganzen verbrachten wir generell das Wochenende in Nairobi hauptsächlich mit dem Warten auf sämtliche Verastaltungen und Verabredungen.

 

Ein aufregendes Wochenende voller lustiger Momente bis zum Lachen mit Bauchschmerzen, aber auch einigen nervigen Situationen.

Nairobi ist ein teures Erlebnis für sich mit eher weniger Muzungus und ein paar Ecken, die ich mir beim nächsten Besuch auf jeden Fall von der lieben Jey (Verwandte von BGirl Key) zeigen lassen werde. Das Nachtleben wartet auch noch auf mich!

 

Ganz viele liebe Grüße, Christina!

 

 

Busy

Hey ihr da draußen! 

In der letzten Woche hat die Schule nach den viel zu entspannten Ferien wieder angefangen. Anna und ich verbrachten die Morgenstunden mit Unterrichts- und Krankenhausbesuchen mit den Kindern.
In der Schule saßen wir im Englischunterricht und übernahmen ein paar Sportstunden.

Die Krankenhausbesuche waren leider ein Muss, da ein paar von den Kindern wieder einmal Malaria haben…
Freitag nach der Schule ging es -wie überraschend- nach Kampala.

Kurz nach der Ankunft klärten wir die ersten Visumsangelegenheiten, um unser Touristen-Visum zu verlängern.

• 250$ Visumskosten in UGX, je nach Wechselkurs
Nach viel Gequatsche ging es relativ spät ins Bett.
Samstag waren ein paar von uns Jinja Freiwilligen mit bei SASCU, dem Projekt von Tessa und Jonas.
Ich hingegen bin mit Malte und Til zu Hause geblieben. Bei gemeinsamem Frühstück und Kaffeekränzchen, brachte ich den beiden die Kunst des Armbänder flechtens nahe. Wobei Til sehr viel begabter als der liebe Malte ist und mindestens doppelt so schnell fertig war.

Zusammen ging es dann auf unseren heißgeliebten Downtown Market, der wie gewohnt sehr überfüllt war und von Leuten wimmelten, die mich tatsächlich fragten, ob ich aus China komme. Sehe ich etwa wie eine Chinesin aus?
Ein neues Schuhpaar reicher und um einige Schilling ärmer ging es nach Hause. Von einem relaxten Abend weit entfernt, machten wir uns schick (eigentlich nur ich, wie immer wenn wir ausgehen) und gleich danach auf den Weg zu Abramz Perfomance.

Abramz ist der Kopf von BPU, dem Breakdance Project Uganda. Das ist ungefähr wie die YLA -Youth Legacy Africa- bei uns in Jinja, eben nur in Kampala.

Der Unterschied zwischen den beiden Dance Communities besteht darin, dass Abramz das Projekt mit Rap gestartet hat und daraus was größeres mit Breakdance und vielem mehr wurde.

Siraji hingegen -der Kopf von YLA- hat ohne etwas von der BPU zu wissen, seine eigene Community, allerdings mit dem Fokus auf Tanz -wie Dancehall, Afrohouse etc.- gestartet.

Jedenfalls ging es für uns zu der Perfomance. Viele verschiedene Künstler wurden präsentiert und am Ende performten Abramz und sein Bruder Sylvester ein paar Rap Songs.
Anschließend machten wir uns auf den Weg zu einem guten Club. Gefühlte fünf Clubs und zwei Taxifahrten weiter, waren wir dann erfolgreich.

Wir verbrachten den Abend im ‚Legend‘ mit einigen Drinks und viel Spaß.
Für Sonntag war das City Festival auf den Hauptstraßen Kampalas vorgesehen. Dort angekommen war alles so unglaublich, gefüllt von tausenden von Menschen.

Letztendlich kamen wir nicht zu der Stage durch, zu der wir eigentlich wollten, um die verschiedenen Perfomances zu sehen. Das war mir wieder viiiiel zu stressig. Zu viele Menschen, durch die ich mich durchkämpfen musste. Nachdem ich dann verloren ging, hatte ich schon etwas Panik, die anderen nie wieder zu sehen! Aber da ich mein auffälliges T-Shirt anhatte, fanden mich die anderen schnell wieder.

Ganz glücklich war ich, als wir in Tessa’s Bett ankamen und ich erst einmal ein Nickerchen machen konnte.
Ein paar Stunden lang tankte ich Energie, um am Abend wieder fit zu sein.

Ab ging es ins ‚Cayenne‘. Ein Club, in dem es einfach einen Pool und abgesehen davon viel zu teure Drinks gab. Mit Cyrus, Fahad, Eric und Raven genoss ich den Abend und führte wieder einmal einige tiefgründige Gespräche über Gott und die Welt.

Am liebsten erinnere ich mich an den Montag!

Frühstück -> Pancakes

Nachmittag -> Tanzen

Abend -> Local Food

Traumhaft.

Gegen fünf Uhr machten wir uns auf den Weg zur BPU. Wir wärmten uns alle zusammen auf und wurden dann in verschiedene Kurse unterteilt. Ich hab mich ganz dezent unter die Anfänger geschmuggelt, da ich vorher noch nie Breakdance getanzt habe.

Das hat so super viel Spaß gemacht, ich wünschte ich könnte jeden Tag hingehen. Wie schade, dass ich nicht in Kampala wohne…

Ich hoffe, der ASC schickt die Tänzer zukünftig nach Kampala!

Allerdings überlege ich ernsthaft, regelmäßig, also eventuell ein oder zweimal im Monat montags dorthin zu fahren.

Hier haben wir zwar auch die YLA, aber irgendwie ist das nicht dasselbe, ich kann es selbst nicht erklären.
Dienstag stand dann der Behördengang bevor. Einige gute Stunden dauerte es, unsere Fingerabdrücke zu nehmen und unsere ganzen Visa Angelegenheiten zu regeln.

Da ich ein ehrlicher Mensch bin, muss ich zugeben, dass wir auch -ganz in African Time- anderthalb Stunden später als vereinbart ankamen. Aber fairerweise muss ich auch sagen, dass wir den gesamten Weg gelaufen sind, da wir keinen blassen Schimmer hatten, wo sich das Gebäude befindet und wie weit es noch ist.

Ganz müde, war ich froh, bald um Matatu auf dem Weg nach Hause zu sitzen. Allerdings ohne Samosas…

Die letzte Woche generell verlief irgendwie total schleppend. Wir haben nichts anständiges in der Schule gemacht und bei EWAKA auch nicht.

Das Problem ist einfach, dass es selten so ist, dass alle Kinder gleichzeitig da sind… Die Ferien waren da echt zu perfekt, da konnte man so viel unternehmen!

Hoffentlich läuft das in den nächsten Wochen besser.

Aber ich muss ganz ehrlich zugeben, ich freue mich schon auf die Ferien. Von Anfang Dezember bis Mitte Februar können wir dann wieder durchstarten!!

Ganz viele liebe Grüße, Christina! ❤️